Was ist Aikido
Aikido für Eilige
- Aikido ist kein Wettkampfsport. Nicht auf Sieg oder Niederlage kommt es an, sondern darauf, im gemeinsamen Üben die Harmonie zwischen Geist und Körper zu finden. Alle Techniken des Aikido lassen sich von diesem Prinzip leiten.
- Aikido ist eine Kampfkunst, die aus Japan stammt. Sie kann von jedem erlernt werden. Wichtig für diese gewaltlose Form der Selbstverteidigung sind: Lockerheit des Körpers, Fließen der Atemkraft und Gelassenheit des Geistes.
- Aikido ist von der Geisteshaltung des Zen geprägt und alles Üben zielt darauf ab, die im Unterbewussten ruhenden Kräfte zu entwickeln. Körper und Geist werden durch die Übungen des Aikido gleichermaßen geschult.
- Aikikai bezeichnet den Aikido-Verband, der die Kunst in der Linie des Gründers lehrt. Er hat seinen Hauptsitz in Tokyo. Der Aikikai Bonn e.V. ist über den Aikikai Deutschland an diesen Verband angeschlossen.
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....und hier ein kurzer Einblick:
Aikido im Detail
Aikidô
(»Weg der harmonierenden Kräfte«) ist eine Kampfkunst, die Mitte des 20.
Jahrhunderts von dem japanischen Budo-Meister Morihei Ueshiba
aus den alten Kampfkünsten entwickelt worden ist. Im Gegensatz zu diesen
dient Aikido ausschließlich der Verteidigung. Der Gegner soll nur kontrolliert,
nicht aber verletzt oder gar getötet werden.
Aikido ist ein System von Ausweichbewegungen, die in Wurf- und Haltetechniken münden. Um Würfe üben zu können, ist die Fallschule ein wesentliches Trainingselement.
Dem defensiven Grundgedanken entsprechend gibt es im Aikido keine Wettkämpfe. Es trainieren stets zwei Partner miteinander, wobei die Rollen von Angreifer und Verteidiger wechseln. Es wird nie gegeneinander gekämpft. Daher sind Leistungsunterschiede im Aikido von untergeordneter Bedeutung. In der Regel üben Fortgeschrittene und Anfänger gemeinsam. Es gehört zur Verantwortung des Fortgeschrittenen, seine Fähigkeiten zu vermitteln, was zugleich der eigenen Besinnung auf die technischen Grundelemente des Aikido dient.
Typisch für Aikido sind weite, fließende kreisförmige Bewegungen, mit denen die Kräfte von Angreifer (uke) und Verteidiger (nage oder tori) harmonisiert werden. Der Schwung des Angreifers wird verlängert, umgeleitet und schließlich zu einer Wurf- oder Haltetechnik genutzt.
Das Üben zielt beim Aikido jedoch nicht nur auf die Entwicklung physischer Geschicklichkeit, sondern in besonderem Maße auch auf die Schulung der inneren Verfassung. Körper und Geist sollen sich in Einklang miteinander und in Harmonie mit dem Partner bewegen.
Dazu dienen die Übereinstimmung von Atem und Bewegung und die Koordination der Verteidigung. Erwachsen ist dies aus den alten japanischen Kriegskünsten. Viele der Bewegungen, die im Aikido benutzt werden, stammen ursprünglich aus dem traditionellen Schwert- und Lanzenfechten. Deshalb gehören Holzschwert (bokken) und Kampfstab (jo) auch heute noch zum Aikidotraining. Vertraute Bewegungsabläufe erhalten mit ihrer Hilfe einen "neuen" Sinn und werden so vertiefend eingeübt.
Neben den Kampfkünsten, zusammengefaßt unter dem Begriff budo, sind auch die Traditionen des Zen für Aikido von Bedeutung. Da es nicht um das Erreichen eines bestimmten Niveaus geht, Aikido also im positiven Sinne ziellos ist, gewinnen Ernsthaftigkeit des Übens und das Bemühen um den individuellen Fortschritt einen eigenen, unabhängigen Wert. Da also vorallem das subjektive Lernen und Üben wichtig sind, kann Aikido in jedem Alter erlernt werden.
Aikido ist eine Kampfkunst und kann zur Selbstverteidigung eingesetzt werden. Die Techniken sind äußerst effektiv. Allerdings ist Aikido keine schnell erlernbare Methode, sich gegen körperliche Angriffe zu wehren. Dazu ist langes und intensives Üben notwendig. Vielleicht sind für Aikido aber auch andere Dinge wichtiger: Schönheit der Bewegung, Festigung der inneren und äußeren Haltung und Förderung der Gesundheit.
Aikido für Kinder
Aikido schult das Körperempfinden und nimmt Kindern gleichzeitig die Scheu vor dem Körperkontakt mit Gleichaltrigen. Im Aikido werden keine Wettkämpfe ausgetragen. Es kommt nicht darauf an zu siegen, sondern die Techniken so zu üben, dass beide Partner - Angreifer und Verteidiger - gleichermaßen etwas lernen. Im Vordergrund steht die Fähigkeit, sich auf den Übungspartner einzustellen und Rücksicht zu nehmen, um ihm nicht weh zu tun.
Der ständige Rollentausch zwischen Angreifer und Verteidiger zeigt den Kindern, was es heißt, körperlich bezwungen zu werden, wodurch sie lernen, ihr eigenes Verhalten einzuschätzen. Aikido ist wegen der anspruchsvollen Bewegungsformen weniger geeignet, Kindern effektive Selbstverteidigungstechniken beizubringen. Die Selbstsicherheit, die im Training gewonnen werden kann, hilft jedoch, Konfrontationen zu vermeiden.